Gleisplanung Wieviel Steigung ??

Dieses Thema im Forum "Planung" wurde erstellt von Anny&Clarabell, 9. März 2011.

  1. Anny&Clarabell

    Anny&Clarabell Neues Mitglied

    Hallo!

    Ich hab da mal eine Frage zur Steigung:

    Wieviel darf eine Steigung betragen? Ich habe mal gelesen nicht mehr als 1% oder 3° ?

    Wieviel ist das praktisch? Liege ich da richtig das ich ca. auf 1 m dann 10 cm Höhe erreiche ?

    Gruß Martina
     
  2. BIG Rolando

    BIG Rolando Renommiertes Mitglied

    Hallo Martina,
    zuerst noch ein herzliches Willkommen hier im Forum. :thumbup:

    Bei meiner Modellbahn sind 2,5% die Regel und auf der Nebenbahnstrecke knappe 3%.
    Zu Bedenken, dass in Bögen die Reibung die Steigung beeinflusst. Das heisst dass im Bogen eine moderatere Steigung gewählt werden sollte.
    • Steigung = H(cm) * 100 / L (cm)
    Es Grüessli
    Roland
     
  3. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüß' Dich, Martina!

    Ergänzend zum Post von Roland: hier im Forum ist, so weit ich sehen kann, die Begrenzung der maximalen Steigung auf 3% weit verbreitet (wird auch von mir so gehandhabt) - weniger ist da, falls platzmäßig möglich, sicher nicht verkehrt. Das bedeutet, daß Du auf 100 cm einen Höhengewinn von maximal 3 cm erreichst, um betrieblich auf der sicheren Seite zu sein. Allerdings ist in einem Punkt Vorsicht geraten: die Überleitung aus der Geraden in die Steigung bzw. dann wieder aus der Steigung zurück in die Gerade solltest Du sanft ausrunden, um Kontakt- und Entgleisungssicherheit zu haben.

    Servus und einen schönen Tag :)

    Joachim
     
  4. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Warum 3% Steigung maximal?
    Dafür gibt es halt mehrere Gründe. Angeklungen ist ja schon einiges.
    Zum einen sieht es optisch nicht gerade prickeld aus, wenn die Züge steil nach oben und unten schießen. Habe da gestern ein DVD mit dem NDR-Sandmann gesehen. Da gab es mal Eisenbahngeschichten. Die Anlage war wohl eine Fleischmann Anlage und die Steigungen sahen grotten häßlich aus. Scheinbar hebelte es die Schlepptendeloks beim überfahren der Scheitelpunkte fast scheinbar aus und die Hänger setzten vorn und hinten fast auf. Womit wir schon mal bei punkt zwei sind; Betriebssicherheit.
    Bei größeren Steigungen besteht die Gefahr, das die Fahrzeuge den "Berg" nicht mehr schaffen. Umso deutlicher wird das bei Fahrzeugen ohne Haftreifen oder langen Zügen. Bei Steigungen in engen Radien kommen noch zusätzlich Reibungskräfte dazu.
    Deshalb wird angeraten, die Steigungen nicht gößer als 3% zu wählen.
     
  5. Kai Eichstädt

    Kai Eichstädt Mitglied

    Moin Martina,

    wenn du jetzt alle Beiträge richtig verstanden hast, weißt du auch, daß du so eine Steigung von 10% hättest, was man und frau tunlichst vermeiden sollte, wenn es keine Probleme beim Betrieb geben soll.

    Gruß
    Kai
     
  6. Anny&Clarabell

    Anny&Clarabell Neues Mitglied

    Vielen Dank für eure Antworten !!

    Hallo!

    Danke für die Informationen!! Das bringt ein wenig Licht ins Dunkel der GLeisaufbauteorie!

    Und um euch noch ein wenig zu nerven: Welchen Durchmesser muss dann ein Gleiswedel bei HO haben um sich nicht in die Quere zu kommen?

    Um ca. 6 cm lichte weite zu erhalten brauche einen Durchmesser von 1,60 m? ( 2m Gleis = Umfang )

    Gruß Martina
     
  7. FRANKRAINER

    FRANKRAINER Aktives Mitglied

  8. jowiad

    jowiad Mitglied

    Grüß' Dich, Martina!

    Den Kreisumfang kannst Du einfach berechnen: 2 · r · ?, also 2 mal Radius mal 3,14 (Kreiszahl). Du gehst von einem Durchmesser (Durchmesser = 2 mal Radius) von 1,60 m aus, hättest dann also (grob überschlagen) einen Umfang von ca. 5 m, womit Du bei einer durchgehenden Steigung von 3% auf eine Höhendifferenz von rund 15 cm kämest.

    Servus und einen schönen Tag :)

    Joachim
     

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