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Wohin mit den Signalen und welche?

Dieses Thema im Forum "Gleisbau und -planung" wurde erstellt von Gangelie, 17. Dezember 2011.

  1. Gangelie

    Gangelie Mitglied

    Hallo Leute,

    ich bräuchte wieder mal euren Fachkompetenz. Ich würde mir gern nun alle Signale für meine Anlage kaufen um sie alle nach und nach einbauen zu können.

    Leider hab ich nicht nen richtigen Plan von der Signalkunde und weis deshalb nicht wohin ich welches [lexicon]Signal[/lexicon] stellen soll und auch nicht wo denn nun überhaupt ein [lexicon]Signal[/lexicon] von Nöten ist.

    Ich habe mir gedacht das ich die Signale von Viessmann verwende siehe http://bit.ly/thDUBd es muss nicht unbedingt die Multiplexer Technik sein da die recht teuer ist aber evtl. ein oder 2 Signale von dieser Art könnte ich mir schon leisten ;)

    Meine Anlage wird sich zwischen 1980 - heute bewegen also Ende [lexicon]Epoche[/lexicon] IV und die ganze V

    Wäre super wenn Ihr mir dabei wieder helfen könnt.
     

    Anhänge:

  2. Joerg

    Joerg Renommiertes Mitglied

    Und heute ist [lexicon]Epoche[/lexicon] VI.
    Ich bin leider auch nicht der Signalexperte, aber da gabe es hier mal jemanden, der kannte sich da aus es wie in seiner Westentasche.
    Es ist auch entscheidend, wo sich das ganze abspielen soll. In ländlichen Gegenden stehen auch heute noch Formsignale. An der ICE Trasse natürlich nicht mehr.
    Aber ich denke entsprechend Deinem [lexicon]Gleisplan[/lexicon] kann sowas sogar für Dich noch interessant sein. Also weniger die ICE Trasse als Formsignale.
    Die Bedeutung der Signale wäre aber bei beiden Typen, also Licht- oder Formsignale, gleich. Bei den modernen Signalen wurden sie nur um einiges erweitert.
     
  3. mannisid

    mannisid Guest

    Hallo Daniel,

    ich würde nur 3 Signale setzen, siehe Bild. An Stelle 1 und 2 [lexicon]Signal[/lexicon] mit Hp0 und Hp1. An Stelle 3 [lexicon]Signal[/lexicon] mit Hp0. Hp1 und [lexicon]Hp2[/lexicon].

    Stellwerke.de

    Du kannst aber auch ganz auf Signale verzichten, es kommt halt darauf an wieviel Betrieb auf deinem [lexicon]Bahnhof[/lexicon] herscht.

    siehe hier
     

    Anhänge:

  4. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Daniel,

    ich bevorzuge zwar lieber die Flügelsignale (Semaphores) aber kann dir bezüglich des Signalwesens sagen, daß auch Nebenbahnen, eine etwas vereinfachte Signalordnung angewendet wurde.

    Bei Hauptstrecken der moderneren Epochen, ist außerdem noch entscheidend, wie schnell maximal gefahren werden soll, davon hängen dann die Abstände der Signale untereinander ab, bzw. die der Vorsignale. Werden Vorsignale in ünübersichtlichen Bereichen aufgestellt (Lichtvorsignale) werden diese oftmals durch Wiederholungssignale erweitert. Wiederholungssignale zeigen zum Vorsignalbild zusätzlich eine weiße Leuchte.

    Die Abstande zwischen dem [lexicon]Vorsignal[/lexicon] und einem Haupt- oder Einfahrsignal, betrugen früher 1000 m in den moderneren Epochen wurde dieser Abstand vergrößert, wegen der höheren Geschwindigkeiten auf wieviel m genau, bei welcher Geschwindigkeit, entzieht sich aber meiner Kenntnis.

    Es gibt zudem noch regionale Unterschiede, so wie Jörg es schon ansprach, doch auch die Bundesländer sind entscheidend, im Beitrittsgebiet der ehemaligen Deutschen Reichsbahn wurden und werden andere Signaltypen verwendet.

    Vorsignale werden durch Signalbaken, ähnlich wie im Straßenverkehr angekündigt, doch deren Abstand ist nicht wie im Straßenverkehr 80 m sondern bei der Eisenbahn sind es jeweils 100 m.
    Signalbaken unterliegen auch regionalen Unterschieden, so beginnt man teilweise mit drei schwarzen Streifen aber auch mit vier oder fünf Streifen. In manchen Gegenden sind die Signalbaken an Oberleitungsmasten befestigt oder stehen einzeln befestigt an eigenen Pfosten.

    Zur Aufstellung der Signale:

    Vor einer Bahnstation steht im allgemeinen ein Einfahrtsignal, das durch Vorsignale angekündigt wird.
    In einer Bahnstation werden Ausfahrsignale nur an den Gleisen aufgestellt, aus denen eine direkte Ausfahrt möglich ist, das muß nicht zwangsläufig auch das Bahnsteigende sein.
    Nicht aus allen Gleisen in Richtung Ausfahrt darf auch in die Strecke eingefahren werden, manchmal sind Rangierfahrten nötig, um ein Gleis zu erreichen aus dem in die Strecke zur nächsten Station eingefahren werden darf.
    Ein [lexicon]Vorsignal[/lexicon] am Mast des Einfahrsignals gibt dem Lokführer Auskunft, wie das dem Gleis (der Fahrstraße) dazugehörige Ausfahrtsignal gestellt ist.

    Reicht der Platz rechts neben dem Gleis nicht aus ein [lexicon]Signal[/lexicon] aufzustellen ist es auch möglich es auf der linken Seite vom Gleis aufzustellen, sieht man häufig bei zweigleisigen Strecken, die für beide Fahrtrichtungen genutzt werden können.

    Für die heimische Modellbahn reicht der Platz im allgemeinen nicht aus, der nötig wäre, möchte man Signale, wie beim Original auch, vorbildlich aufstellen. Als Beispiel dient hierfür der Abstand vom [lexicon]Vorsignal[/lexicon] zum [lexicon]Hauptsignal[/lexicon] (1000 m) in Spur [lexicon]H0[/lexicon] wären das bei vorbildlicher Aufstellung 11,49 m, es müssen also extremste Kompromisse eingegangen werden.

    Bezogen auf deine Anlage, solltest du Ausfahrsignale an den Gleisen postieren, von wo aus deine Züge in die Strecke einfahren können. Das Einfahrsignal irgendwo vor der ersten Weiche. Liegt der Aufstellungsort eines Vorsignals theoretisch im Tunnel, brauchst du es garnicht darzustellen.
    Bei eingleisigem Betrieb denke an die Aufstellung der Signale für beide Richtungen.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  5. RS1

    RS1 Moderator Mitarbeiter

    Hallo Daniel

    Zunächste eine Frage, ist das am unteren Bildrand eine Abzweigstelle oder ist das ein Bahnhofsteil. Mir geht es dabei um die Betriebliche Abtrennung beider Bereiche da es sich dann Betrieblich etwas anders verhällt wenn es einBahnhofsteil ist. Nun zu den Signalen. Leider bin ich am Pc nicht so sehr bewandert, so das ich dir nicht in deinen [lexicon]Gleisplan[/lexicon] "rum malen" kann. Also beschreibe ich es einfach mal.
    Die rechte Bahnhofseinfahrt: Hier kannst du auf ein Einfahrsignal verzichten da es in der Realität vor dem Tunnel liegen würde. Der selbe Bahnhofskopf aber als Ausfahrt. Hier (das Gleis am Empfangsgebäude) käme ein [lexicon]Hauptsignal[/lexicon] hin das definitiv Hp0 (Halt)zeigen kann und dann entweder Hp1 (Fahrt) oder Hp 2 (Langsamfahrt) zeigen kann, das kommt ganz auf die Weiche an. Am glaubwürdigsten wäre aber wohl ein [lexicon]Hp2[/lexicon] da es ja in den engeren Bogen der IBW geht. Außerdem sollte das [lexicon]Signal[/lexicon] bei einen Lichtsignal noch ein Hp0+Sh1 (Halt+Rangierfahrt erlaubt). Außerdem wäre ein Zs1 (Ersatzsignal) möglich aber nicht nötig. Das zweite Gleis bekäme im Prinzip das selbe [lexicon]Signal[/lexicon], nur würde hier ein Hp1 als Fahrtbegriff besser wirken da es ja in den weiteren Strang der IBW (Innenbogenweiche) geht.
    Der linke Bahnhofskopf: Hier zunächst die beiden Hauptgleise. Das Gleis am Hausbahnsteig sollte hier ein [lexicon]Hauptsignal[/lexicon] den Signalbegriffen Hp0, Hp1, Sh1 und eventuell Zs1 stehen. Hier gehören dan auch umbedingt Vorsignale dran, das die bei beiden Ausfahrsignalen dieser Richtung Vr0 (Halt erwarten) und Vr2 (langsamfahrt erwarten).Beachte hierbei aber, wenn die Hauptsignale Hp0 zeigen, so ist das darunter hängende [lexicon]Vorsignal[/lexicon] dunkel. Am zweiten Gleis eins mit den Signalbegriffen Hp0, [lexicon]Hp2[/lexicon], Sh1 und ggf. Zs1. Das [lexicon]Hp2[/lexicon] wird nötig da hier die Weiche spitz befahren wird, es also durch den Bogen der Weiche geht. Beide Hauptsignale wären bei meinen Vorschlag übrigens nur Zwischensignale. An beide Stumpfgleise würde ich nur Sperrsignale machen die nur Sh0 (Schutzhalt) und Sh1 zeigen können. Ich gehe dabei mal davon aus das in diesen Gleisen keine Zugfahrten statt finden, sondern nur Rangierfahrten. Vor der Bogenweiche bei der das längere Stumpfgleis in das Durchgehende Hauptgleis mündet würde ich auch nur ein Sperrsignal setzen analog derer die an den Stumpfgleisen stehen. Bei Zugfahrten in Fahrtrichtung Bahnhof/Tunnel muß dieses (sofern es ein weiß-rot-weißes Mastschild hat) immer Sh1 zeigen. Das eigentliche Ausfahrsignal kommt nun erst vor der Weiche, die in die untere Hauptstrecke mündet. Dieses muß die Signalbegriffe Hp0,Hp2 und ggf. Zs1 zeigen können. Einige Modellmeter (Durchrutschweg) vor dem [lexicon]Hauptsignal[/lexicon] würde ich eine Ra10 Tafel (Halt für Rangierfahrten) aufstellen. Den Durschrutschweg würde ich wenigstens auf 1 1/2 Loklängenbegrenzen (also etwa 40 cm). An der Hauptstrecke, aus der selben Richtung wie aus den [lexicon]Bahnhof[/lexicon] würde ein [lexicon]Hauptsignal[/lexicon] das die Begriffe Hp0, Hp1 und ggf. Zs1 zeigen kann hingehören. Aus der Gegenrichtung käme ein [lexicon]Hauptsignal[/lexicon] hin, das zwei Funktionen haben kann. Wenn es einen Fahrtbegriff in Richtung [lexicon]Bahnhof[/lexicon] zeigt, so wäre es das Einfahrsignal, Zeigt es aber einen Fahrtbegriff in Richtung Hauptstrecke so wäre es ein Blocksignal. Da wird es also Betrieblich ein bißchen Heikel. Daher muß dieses [lexicon]Signal[/lexicon] auch die Begriffe Hp0, Hp1 (Richtung Hauptstrecke), [lexicon]Hp2[/lexicon] (Richtung Bahnhof) sowie Zs7 (Vorsichtssignal) zeigen können. Außerdem benötigt es ein [lexicon]Vorsignal[/lexicon] darunter, das Vr0, Vr 1 (Fahrt erwarten) und Vr 2 zeigen kann. Ganz interessant wäre es wenn es in Zusammenhang mit Hp1 (also Fahrt auf der Hauptstrecke, funktion als Blocksignal) kein Vorsignalbild zeigen würde. Das würde dann bedeuten das innerhalb des Bremswegabstands (Im Regelfall 1000m) kein weiteres [lexicon]Hauptsignal[/lexicon] mehr folgen würde.
    So das erstmal als groben Überblick für deine Anlage. Meine Aussagen beziehen sich hier ausschließlich auf das H/V System der ehemaligen Deutschen Bundesbahn. Wenn du Aussagen für das Ks-system oder das Hl-System der ehemaligen Deutschen Reichsbahn benötigst so lass es mich wissen. Ebenso im Fall von Formsignalen, da sich dann bei den Sperrsignalen und den Zusatzsignalen (Zs) ändern würde.

    Zum Schluß noch ein paar Worte zu Ingos Ausführungen. Da ist viel richtiges dabei aber ein paar Fehler haben sich da auch rein geschlichen.
    Auf Hauptbahnen wird schon mindestens seit Zeiten der Deutschen Reichsbahn (Vorkriegszeit) die selbe Signalordnung angewendet, und selbst die preuß. Staatsbahn hat in der Signalordnung keinen Unterschied zwischen Haupt- und Nebenbahn gemacht. Es gibt lediglich die Möglichkeit der Vereinfachung der Vorsignalisierung z.B. durch eine Tafel statt eines Vorsignals.
    Desweiteren ist der Regelbremswegabstand in Deutschland mindestens seit 1909 (mein ältestes Signalbuch stammt aus der Zeit) 1000m. Eine Verlängerung ist zwar in der Praxis möglich, wird aber heute von den Aufsichtsbehörde (Eisenbhnbundesamt usw.) nicht gern gesehen, da es sich in PZB negativ auswirkt. Zum Teil bestehen Beeinflussungen, die der Tf am [lexicon]Vorsignal[/lexicon] bekommen hat nicht mehr weil der Abstand zwischen Vor- und [lexicon]Hauptsignal[/lexicon] größer 1250m ist. Es gibt aber heute immer noch die Möglichkeit des verkürzten Bremswegabstands von 700m, auf den Gebiet der ehemaligen DR können auch 400m vorkommen. Allerdings sind in der Eisenbahnbau- und Betriebsvorschrift dann entsprechende Höchstgeschwindigkeiten vorgeschrieben die auf solchen Abschnitten gelten. Es ist richtig das Vorsignale an Unübersichtlichen Stellen wiederholt werden können. Zum Teil kommt es da auch zu solch kuriosen Vorfällen wie Formvorsignal, Lichtsignalwiederholer, Formhauptsignal. Sowas gab es z.B. in Zeitz oder auch im Großraum Hanau/frankfurt ist sowas häufig anzutreffen. Die weiße Leuchte, das Zusatzlicht, hat aber auch einen ganz bestimmten Platz, zumindest beim KS system. Denn das weiße Licht unten bedeutet "[lexicon]Vorsignalwiederholer[/lexicon]", das weiße Licht oben bedeutet aber "verkürzter Bremswegabstand". Die von dir angesprochenen1000m beziehen sich übrigens nur auf Signalgeführte Züge bei Geschwindigkeiten bis 160km/h. Alles was darüber liegt fährt LZB (Linienzugbeeinflußung) geführt, d.h. der Lokführer bekommt den Signaltechnischen Streckenzustand auf einen Display im Führerraum angezeigt.
    Nun zu den Signalbaken. Diese gibt es nur für Vorsignale. Im Regelfall sind es wie du richtig schreibst 3 Stück. Die Zahl kann sich bis auf 5 Stück erhöhen. Dies ist dann der Fall wenn das [lexicon]Vorsignal[/lexicon] recht überraschend vor den [lexicon]Zug[/lexicon] auftauchen kann. 5Vorsiganlbaken findet man z.B. auf der Thüringischen Stammbahn vor Naumburg, das Einfahrvorsignal von Arnstein (Werrntalbahn) aus Richtung Gemünden hat 5 Baken und auf der Spesartrampe gibt es einige Vorsignale mit 5Baken. Der Abstand den du Angibst ist aber falsch. So steht die erste Bake vom [lexicon]Vorsignal[/lexicon] 100m weg, jede weitere aber nur noch 75m. Soll heißen Vorsignal-100m-1. Bake-75m-2.Bake-75m-3.Bake-75m-4.Bake-75m-5.Bake .
    Wenn der Platz rechts neben den zugehörigen Gleis oder über den zugehörigen Gleis und das [lexicon]Signal[/lexicon] muß ausnahmsweise links vom Gleis stehen, so steht am gewöhnlichen Standplatz des Signals eine sogenannte Schachbretttafel die Angibt das sich das zugehörige Hauptsignal nicht am üblichen Standplatz befindet. Dieser nicht gewöhnliche Standplatz muß auch nicht zwingend links sein sondern kann auch ungewöhnlich weit rechts sein, zum Teil ein oder mehrere Gleise weiter rechts. Dann steht sowas aber auch in den örtlichen Richtlinien für das Zugpersonal und für die Betriebstellen. Wenn ein [lexicon]Vorsignal[/lexicon] übrigens nicht an seinen gewöhnlichen Standplatz steht so steht am gewöhnlichen Standplatz jedoch die Vorsignaltafel (Ne2). [lexicon]Vorsignalwiederholer[/lexicon] die nicht am gewöhnlichen Standplatz stehen werden übrigens nicht besonders gekennzeichnet. Und am Gegengleis stehen die Signale im übrigen normal immer links oder über den zugehörigen Gleis.
    So viel erstmal zu meinen Ausführungen zur Signalthematik. Ich weiß das ist jetzt für einen nichteisenbahner viel Kost, daher wenn Fragen sind immer raus damit.

    Es grüßt Matthias
     
  6. mannisid

    mannisid Guest

    Hallo Matthias,

    ich habe da auch mal eine Frage der [lexicon]Bahnhof[/lexicon] ist ja nun wirklich nicht sehr groß, passen da soviele Signale, wäre das beim Vorbild auch so?
     
  7. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Matthias,

    danke für die Ergänzungen und die Berichtigungen und für deine überaus ausführliche Abhandlung zum deutschen Signalwesen.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  8. RS1

    RS1 Moderator Mitarbeiter

    Hallo Mannisid

    Also wenn es eine Hauptstrecke ist dann ja. Wenn der [lexicon]Bahnhof[/lexicon] jedoch an einer Nebenbahn liegt, gäbe es die Möglichkeit die Strecke mit Signaltafeln zu sichern und im Zugleitbetrieb zu betreiben. Das ganze kann übrigens noch ein bißchen aufwendiger und komplizierter gestaltet werden wenn der Abzweig nicht mehr zum [lexicon]Bahnhof[/lexicon] gehören würde, sondern eine eigene Abzweigstelle werden würde. Denn dann würde der [lexicon]Bahnhof[/lexicon] noch ein eigenes Einfahrsignal benötigen und das Blocksignal mit Doppelfunktion (das übrigens noch ein Zs 2 Richtungsanzeiger benötigen würde) zu einen reinen Blocksignal werden.

    Hallo Ingo

    Wie sagt ihr so schön da oben an der Küste: "Dafür nich!". Ich sag mal als Triebfahrzeugführer bei DB Regio hab ich in den Bahnbetrieb ganz andere Einblicke als die meisten hier und dadurch natürlich zwangsläufig ein ganz anderes Fachwissen, als die meisten hier. Das bringt dann der Beruf so mit sich, und mein Wissen (solang es kein Betriebsinterna ist) gebe ich auch gern weiter.

    Es grüßt Matthias
     
  9. Atlanta

    Atlanta Renommiertes Mitglied

    Hallo Matthias,

    ich bin auch dir sehr dankbar, wenn du uns an deinem "Fachwissen" teilhaben läßt, so kann ich auch neue Erkenntnisse gewinnen und hinzulernen. Danke nochmals dafür.

    Ein jeder von uns hat ja irgendwo auf dieversen Fachgebieten seine Stärken, bei mir ist es derzeit die Lagerlogistik und Lagerhalterei, die Branche spielt da erst mal eine untergeordnete Rolle.

    Die Berufsinternen Kenntnisse kommen aber auch der Modellbahn zu Gute, so lassen sich dann Szenen besser und originalgetreuer Nachbilden, als wenn man es als Laie macht.

    Was uns alle aber verbindet ist die "Liebe" zur Eisenbahn, sei es beruflich oder als Hobby, auch wenn jeder von uns unterschiedliche Projekte verwirklicht.

    Schönen Gruß,

    Ingo
     
  10. RS1

    RS1 Moderator Mitarbeiter

    Hallo Ingo

    Oder Beides :p . Dafür ist auch ein Forum da, damit man sich untereinander befragen kann wie läuft das in der und der Branche um es dann besser bzw.Glaubhafter ins Modell umzusetzen. Also wenn ich jetzt ein modernes Lager heutiger Zeiten darstellen wollte könnte ich dann z.B. dich nach Details fragen. So wie ich halt hier die Signalaufstellung erklärt hab.

    @ Daniel: Ich weiß nicht ob du schon die Beiträge hier in deinen Treat gelesen hast aber wenn du Fragen (gilt natürlich auch andere Hobbykollegen) hast, immer raus damit. Ich versuche sie so zeitnah wie möglich zu beantworten.

    Es grüßt Matthias
     
  11. Lok3000

    Lok3000 Mitglied

    Hallo Daniel,

    das Kreuzungs- und Überholgleis deines Bahnhofes ist sehr kurz ausgefallen. Wenn du die zweite Weiche von links gezählt des oberen Bahnhofes in das obere Hauptgleis einbaust, erhälst du zwei lange Hauptgleise und das Aufstellen von je zwei Ausfahrsignalen auf beiden Seiten würde glaubhafter ausfallen.

    Durch deinen Link gibst du zu verstehen, dass du gerne Lichtsignale aufstellen möchtest. Wenn du jedoch Formsignale verwendest und mechanische Stellwerkstechnik unterstellst, hast du ein Alibi auf Gleissperrsignale vor allen in den Nebengleisen zu verzichten. Auf die Darstellung einer Nebenbahn mit [lexicon]Trapeztafel[/lexicon] u.s.w. würde ich verzichten, dafür ähnelt die Anlage doch eher einer Hauptbahn.

    Wie Matthias schon schrieb, zusätzlich mit der folgenden Abzweigstelle wird es eh ganz schön umfangreich, willst du Lichtsignaltechnik realistisch nachbilden. (Obwohl ich die Nachbildung eines Zs7 Vorsichtsignales für unnötig halten würde).

    Die Gleislänge zwischen linker Weiche oberer Bf und unterer Weiche ist nicht gerade sehr lang, wenn ich deine Anlagenlänge von 220 cm (in H0!) richtig gesehen habe. Ich würde auf Darstellung eines eigenen Blocks zwischen Abzweig und erster Weiche des oberen Bahnhofs gänzlich verzichten - der anschließende Weichenbereich der Ausfahrsignale endet nach der unteren Weiche - ein Einfahrsignal könnte vielleicht noch rechst vor der unteren Weiche plaziert werden, in dessen Höhe dann also der [lexicon]Bahnhof[/lexicon] endet. In Gegenrichtung betrachtet geht es vom Esig im abzweigenden Strang zum Personenbahnhof, im geraden Strang geht es angenommen zu einem anderen Bahnhofsteil.

    Grüße
    Micha
     
  12. RS1

    RS1 Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    Micha hat da ein paar Gedanken zu deinen [lexicon]Gleisplan[/lexicon] auf die ich selber gar nicht gekommen bin. Im großen und ganzen stimme ich seinen Aussagen aber zu, jedoch würde ich zumindest für die heutige Zeit am Esig ein Zs7 (Vorsichtssignal) anbringen, da heutzutage mindestens zwei von drei Einfahrsignalen ein Zs7 dran haben. Nun weiß ich immer noch nicht wann deine Anlage spielen soll. Wenn du natürlich wie von Micha vorgeschlagen doch mit Formsignalen arbeiten möchtest dann kann das Zs 7 daran entfallen.

    Es grüßt Matthias
     
  13. Gangelie

    Gangelie Mitglied

    Hallo,

    also meine Anlage soll ab ca. 1985 bis heute spielen, daher auch die Lösung mit den Lichtsichgnalen. Wenn man natürlich nun sagt das ich auch in diesem Zeitraum durchaus Flügelsignale einsetzten könnten dann müsste ich mir das doch nochmal grundsätzlich überlegen wobei ich jedoch auch denke, dass wenn ich die Anlage mit den Formsignalen ausstatten möchte und diese auch realistisch schalten sollen, ich mit meinem Budget nicht wirklich hinkomme.

    Ich werde mir in den kommenden Tagen (hoffentlich nicht Wochen) nochmal Gedanken machen müssen und vor allem durchrechnen was mich die komplette Signaltechnik kosten wird.

    Vielen Dank ersteinmal allen für die vielen Hilfreichen Antworten und einen Guten Rutsch wünsche ich schonmal :beer:
     
  14. Lok3000

    Lok3000 Mitglied

    4 Ausfahrsignale

    Hallo Daniel

    es sind vier Ausfahrsignale nötig, eventuell noch ein Einfahrsignal. Die gibt es preiswert bei Viessmann in der Hobby-Ausführung. Im durchgehenden Hauptgleis auf beiden Seiten die Ausführung mit Hp0/Hp1; im Kreuzungsgleis Hp0/Hp2 (gekoppelt). Die Variante für Hp0/Hp1/Hp2 (Einfahrsignal) wäre zugegeben teuer. Die Signalstellung ist zudem auch von hinten zu sehen; für uns von Vorteil, da wir die Arbeitsplätze Fdl und Tf getrennt haben und der Tf mit Walk-Arround-Regler um die Anlage spaziert und auf [lexicon]Signal[/lexicon] fahren muss. Die Einfahrsignale stehen angenommen außerhalb unserer Sichtweite und wurden glaubhaft weggelassen (der Geldbeutel war dankbar). Was allerdings noch zu sehen ist, sind die Ra10 Rangierhalttafeln, bis zu denen im [lexicon]Bahnhof[/lexicon] ohne schriftlichen Befehl rangiert werden kann. Wir wollen auf der Betriebsstelle vorbildmäßig rangieren und Zugfahrten stattfinden lassen. Mit Lichtsignalen musst du auch noch die Rangiersignale ansteuern, da tun wir uns mit Formhauptsignalen leichter ein Stellwerk zu bauen und zu verdrahten; die Zustimmungen für Rangierfahrten kommen über "Rangierfunk".

    Unsere Kleinstanlage

    Andere Frage: die Abzw-Weiche unten ist dir heilig? Wenn du beide Strecken erst nach dem Tunnel zusammenführst hast du es signaltechnisch auch leichter. Dann sind vier Asigs ausreichend.

    Grüße
    Micha
     

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